Ein Platz, der das Herz weitet und den Kopf leise macht.
Manchmal reicht das. Für mich waren es die Berge – und ein Wochenende zwischen Stille, Fels und einem Wind, der mein Inneres aufgeräumt hat. Ich hatte beschlossen, meine freien Tage in den Bergen zu verbringen – ein wenig ungestört schreiben würde mit Sicherheit gut tun.
Als ich mit dem Auto die Alpen erreichte, war ich wie immer berührt von dieser unglaublichen Schönheit: Hinter mir die flache Welt – vor mir die ersten richtigen Berge.
Majestätisch ragen sie auf, grauer, uralter Fels, in den Schatten noch Schnee: blauweiß und kalt wie Adern aus Eis.
Der Himmel dahinter: tiefblau, klar wie geschliffenes Glas.
Ich schaue zu ihnen auf und spüre einmal mehr, was Demut ist.
Und dann werden sie höher. Ihre Gipfel erheben sich in der Sonne, schneebedeckt funkeln sie, eingehüllt in eine Decke aus silbernem Glitzer.
Und ich liebe es – dieses Gefühl, wenn die Welt größer wird
und ich nicht verloren, sondern gehalten darin stehe.
Doch am schönsten ist es, dort oben zu stehen, hoch über allem.
Der Wind zerrt nicht nur an deiner Kleidung – er zerrt an deinem Sein.
Bläst dir den Staub des Lebens aus dem Ich.
Und für einen Moment bist du ganz da.
Klar. Übermächtig.
Und unendlich klein zugleich.
Warum ich das geschrieben habe?
Gedankenspaziergang im Kopfkino – ein Moment echter Verbindung mit der Welt draußen und drinnen.
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